Tomate Figiel

LOVE MY NATURE
Orangefarbene Figiel-Tomaten in Rispen an der Pflanze

Love my Nature · Figiel

Schön, dass du bei Love my Nature vorbeischaust. Hier findest du praktische Hilfe für deine Aussaat und die weitere Pflege.

Tomate Figiel Orange

Orange Naschtomaten aus deinem eigenen Anbau: Hier begleitet dich Figiel vom Samen bis zur reifen Frucht. Ein sonniger Platz, gleichmäßige Pflege und eine stabile Stütze sind die wichtigsten Zutaten.

So startest du

  1. Saubere Anzuchttöpfe mit Abzugslöchern, Anzuchterde, Wasser und Etiketten bereitlegen.
  2. Im Haus etwa Februar–April aussäen; ohne Pflanzenlicht lieber März–Anfang April. Samen etwa 1 cm mit Erde bedecken.
  3. Bei 20–25 °C gleichmäßig feucht, aber nicht nass halten. Die Keimung dauert meist 7–14 Tage.
  4. Nach dem Auflaufen eine Abdeckung entfernen und sehr hell bei etwa 18–20 °C weiterkultivieren.

Monatsangaben gelten als Orientierung für Mitteleuropa. Für andere Regionen zählen Licht, örtliche Frostgefahr und Witterung. Keimdauer und Wuchshöhe sind Richtwerte, keine Garantie für jede Saatgutcharge.

Figiel kennenlernen

Figiel (Solanum lycopersicum) ist eine polnische Sorte von W. Legutko. Sie wächst als Stabtomate immer weiter, statt von selbst niedrig und buschig zu bleiben. Die runden orangefarbenen Cocktailtomaten sind etwa 3 cm groß, mild-aromatisch und für Salate oder direkt zum Naschen geeignet. Plane ungefähr 1,5–2 m Höhe ein; die tatsächliche Größe hängt von Standort und Pflege ab. Legutko nennt die Sorte mittelfrüh. Das ist keine feste Zahl von Tagen bis zur Ernte.

Dein Weg zur Ernte

Anzucht & AuspflanzenFigiel · Solanum lycopersicum
Keimtemperatur
20–25 °C
Keimdauer
7–14 Tage
Saattiefe
ca. 1 cm
Pflanzabstand
ca. 50 × 60–70 cm

Jungpflanzen vereinzeln

Sobald die ersten echten Laubblätter nach den Keimblättern da sind, jede Pflanze in einen eigenen Topf setzen. Am Blatt anfassen und die Wurzeln vorsichtig lösen. Schwache, lange Pflanzen heller stellen.

An draußen gewöhnen

Etwa 7–10 Tage schrittweise an Wind und direkte Sonne gewöhnen. Zunächst geschützt und stundenweise hinausstellen; bei Kälte wieder hereinholen.

Auspflanzen

Erst nach Ende der örtlichen Frostgefahr und bei dauerhaft mildem Wetter pflanzen, in Mitteleuropa oft ab Mitte/Ende Mai. Lockerer, nährstoffreicher Boden; etwa 50 × 60–70 cm Platz lassen und die Stütze direkt einsetzen.

Im Kübel

Eine Pflanze pro großem Kübel, ideal etwa 35–40 Liter, mit Abzugslöchern. Hochwertige Gemüseerde verwenden und Wasser gut ablaufen lassen. Einen standfesten Stab oder eine sicher befestigte Schnur vorsehen.

Gießen & PflegenFigiel · Solanum lycopersicum

Gleichmäßig gießen

Die Erde regelmäßig mit dem Finger prüfen. Direkt auf die Erde gießen, Blätter möglichst trocken halten. An heißen Tagen Kübel täglich kontrollieren; Trockenheit und anschließendes Überfluten vermeiden.

Nährstoffe geben

Den Nährstoffvorrat der Erde berücksichtigen. Sobald die ersten Früchte wachsen, den Düngebedarf prüfen und bei Bedarf Tomatendünger nach Packungsangabe geben. In gut versorgtem Gartenboden kann zusätzliche Düngung entfallen; Überdüngung vermeiden.

Aufbinden & Ausgeizen

Den Haupttrieb mit weichem Band locker an einer stabilen Stütze befestigen. Für den Einstieg einen Haupttrieb ziehen; Legutko empfiehlt ein bis zwei. Ausgeizen heißt: die kleinen Triebe im Winkel zwischen Blattstiel und Hauptstamm entfernen. Nicht den ganzen Blattstiel oder die Blütenrispe abbrechen. Bei zwei Haupttrieben einen kräftigen Seitentrieb behalten und ebenfalls stützen.

Luft & Bestäubung

Gewächshaus gut lüften, Hitzestau vermeiden. Tomaten sind selbstfruchtbar; leichtes Bewegen der Blütentriebe kann im Gewächshaus helfen. Dauerhaft nasse Blätter und enge Bestände begünstigen Pilzkrankheiten.

Ernten & GenießenFigiel · Solanum lycopersicum

Reife erkennen

Die Früchte wechseln von Grün zu einem gleichmäßigen kräftigen Orange. Sie sollen bei sanftem Druck leicht nachgeben und aromatisch riechen. Warte nicht auf rote Früchte: Orange ist bei Figiel die reife Farbe. In Mitteleuropa ist die Ernte häufig zwischen Juli und Oktober möglich, abhängig von Aussaat, Standort und Wetter.

Schonend pflücken

Reife Früchte regelmäßig mit einer kleinen Drehung oder sauberer Schere ernten. Unreife Früchte weiterreifen lassen. Nur reife Früchte verwenden; Blätter und Stängel gehören nicht auf den Teller.

In der Küche

Reife Früchte waschen und frisch naschen oder für Salate, Bruschetta und Pasta verwenden. Für einen schnellen Salat halbieren, mit Olivenöl, Basilikum und etwas Salz mischen. Auch für warme Saucen geeignet.

Aufbewahren

Reife, unbeschädigte Früchte luftig lagern und zeitnah essen. Angeschnittene Tomaten abgedeckt in den Kühlschrank stellen. Überschüsse portionsweise einfrieren oder als Sauce verarbeiten.

Welcher Standort passt?

Fensterbank

Für die Anzucht geeignet, wenn sie sehr hell ist. Die ausgewachsene, etwa 1,5–2 m hohe Pflanze braucht deutlich mehr Platz und Licht; Figiel ist keine kleine Fensterbanktomate.

Balkon & Terrasse

Sonnig, warm und windgeschützt, mit großem Kübel und sicherer Rankhilfe. Regenschutz ist hilfreich, muss aber seitlich gut belüftet sein.

Garten & Gewächshaus

Ein sonniger, geschützter Platz eignet sich. Im Gewächshaus lüften und genug Abstand halten. Im Freiland schützt ein offenes Tomatendach vor lang anhaltender Blattnässe.

Wenn etwas nicht klappt

Es keimt nichts – was nun?

Temperatur in der Erde prüfen, Substrat leicht feucht halten und bis zu 14 Tage Geduld haben. Bei kühleren Bedingungen kann es länger dauern. Staunässe vermeiden.

Warum werden die Sämlinge lang und dünn?

Meist fehlt Licht bei zu viel Wärme. Heller und nach der Keimung etwas kühler stellen; bei sehr früher Aussaat kann Pflanzenlicht nötig sein.

Warum platzen die Früchte?

Nach Trockenheit nehmen die Früchte bei starkem Regen oder reichlichem Gießen plötzlich viel Wasser auf. Halte die Erde gleichmäßig feucht und ernte reife Tomaten regelmäßig. Geplatzte Früchte zügig prüfen und verwenden; bei Schimmel oder Fäulnis entsorgen.

Warum fallen Blüten ab?

Hitze, Kälte oder ungleichmäßige Wasserversorgung können den Fruchtansatz stören. Lüften, gleichmäßig gießen und Standortbedingungen prüfen.

Was bedeutet eine dunkle Stelle am Fruchtende?

Eine eingesunkene Stelle gegenüber dem Stiel kann Blütenendfäule sein. Oft hängt sie mit ungleichmäßiger Wasserversorgung und gestörtem Calciumtransport zusammen. Gleichmäßig gießen; nicht wahllos Kalk oder Dünger zugeben.

Die Blätter bekommen braune Flecken?

Blätter trocken halten, Luftzirkulation verbessern und betroffene Pflanzenteile kontrollieren. Flecken können verschiedene Ursachen haben; bei rascher Ausbreitung eine örtliche Gartenberatung zur Diagnose nutzen.

Quellen & Einordnung

Legutko: Wuchs, orange runde Früchte um 3 cm, mittelfrühe Entwicklung und Pflanzschema 60–70 × 50 cm (Reihe × Pflanze). Kiepenkerl: 20–25 °C, 7–14 Tage, 0,5–1 cm Saattiefe, etwa 150–200 cm Höhe und Ernte Juli–Oktober. RHS: allgemeine Anzucht, Abhärten, Bewässerung und Pflege. Bayerische Gartenakademie: Empfehlung 35–40 Liter für hochwachsende Stabtomaten. Zeitangaben sind Richtwerte; Recherchestand 30.10.2026.

Direktsaat ist in Mitteleuropa wegen der kurzen warmen Saison nicht empfehlenswert. In langen frostfreien Sommern kann sie bei ausreichend warmer Erde gelingen; Vorkultur bringt meist einen früheren Start. Im heißen Süden brauchen besonders die Wurzeln Schutz vor Überhitzung. Ein Topf von 35–40 Litern ist eine praktische Empfehlung für Stabtomaten, kein sortenspezifisches Minimum.