Tomate Noire de Crimée

LOVE MY NATURE
Dunkelrote Krimtomaten mit grünbraunen Schultern und einer aufgeschnittenen Frucht

Love my Nature · Noire de Crimée

Schön, dass du bei Love my Nature vorbeischaust. Hier begleiten wir dich vom Samen bis zur reifen Krimtomate.

Deine Tomate Noire de Crimée

Dunkelrote Früchte, grünbraune Schultern und saftiges Fruchtfleisch: Noire de Crimée bringt eine besondere Farbe auf deinen Teller. Hier erfährst du, wie du sie vorziehst, sicher stützt und zur richtigen Zeit erntest.

So startest du

  1. Lege kleine saubere Töpfe mit Bodenlöchern, Untersetzer, feine Anzuchterde, Wasser und Etiketten bereit. Anzuchterde ist schwach gedüngte Erde für die Aussaat. Feuchte sie an, bis sie sich wie ein ausgedrückter Schwamm anfühlt.
  2. Säe für die Freilandkultur in Mitteleuropa im März bis Anfang April im Haus. Für ein geeignetes Gewächshaus kannst du bei genügend Licht und Wärme früher beginnen. Lege einen Samen je kleinem Topf ab, bedecke ihn mit 0,5–1 cm Erde und gieße vorsichtig an. [1,2]
  3. Halte die Erde bei etwa 20–24 °C leicht feucht, niemals tropfnass. Miss möglichst im Substrat. Unter guten Bedingungen erscheinen Keimlinge oft nach 7–14 Tagen. Eine transparente Haube täglich lüften und niemals geschlossen in pralle Sonne stellen. [1–3]
  4. Sobald grüne Triebe erscheinen, Haube abnehmen und sofort sehr hell stellen. Die ersten beiden einfachen Blättchen heißen Keimblätter; danach wachsen die eigentlichen Laubblätter. Überschüssiges Wasser aus dem Untersetzer abgießen. [3]

Die Monate gelten als Orientierung für Mitteleuropa. Anderswo entscheiden Licht, örtliche Frostgefahr und Temperaturen. Im heißen Süden vor extremer Hitze schützen. Kulturwerte sind Richtwerte, keine Keim- oder Erntegarantie.

Noire de Crimée kennenlernen

Noire de Crimée gehört zu Solanum lycopersicum und ist auch als Black Krim oder Schwarze von der Krim bekannt. Die kräftige Stabtomate braucht eine stabile Stütze. Typisch sind etwas abgeflachte, gerippte, dunkelrote bis braunrote Früchte mit dunklen Schultern und saftigem, aromatischem Fruchtfleisch. [1,4,5]

Der Name verweist auf die Halbinsel Krim. Die Gärtnerei Schwarzach beschreibt sie als alte Sorte dieser Region; ein gesichertes Entstehungsjahr nennen wir nicht. Fruchtgröße und Reifezeit unterscheiden sich zwischen Auslesen und Anbaubedingungen. Sativa beschreibt eine eigene frühere Auslese, Sainte Marthe eine mittlere bis späte Form. Plane eine lange warme Saison statt eines festen Erntetermins. [1,4,5]

Dein Weg zur Ernte

Anzucht & AuspflanzenNoire de Crimée · Solanum lycopersicum
Keimtemperatur
20–24 °C
Keimdauer
ca. 7–14 Tage
Saattiefe
0,5–1 cm
Pflanzabstand
50–70 cm; Reihen 80–100 cm

Pikieren: einzeln umsetzen

Sobald erste Laubblätter wachsen, dicht stehende Sämlinge in größere Einzeltöpfe setzen. Wurzeln mit einem Stäbchen lösen, die Pflanze an einem Blatt halten. Etwas tiefer einsetzen, Blätter über der Erde lassen. [3]

Abhärten und auspflanzen

Etwa eine Woche schrittweise an Sonne und Wind gewöhnen: erst geschützt im Schatten, dann länger draußen. Bei Kälte hineinholen. Nach Ende der Frostgefahr bei dauerhaft mildem Wetter pflanzen; Nächte über etwa 10 °C sind eine praktische Orientierung. [3,6]

Platz und Stütze

Für eintriebige Kultur empfehlen wir 50–70 cm zwischen Pflanzen und 80–100 cm zwischen Reihen. Bei mehreren Trieben mehr Platz lassen. Stab oder Schnur beim Pflanzen verankern und den Haupttrieb locker anbinden. [1–3]

Kübel oder Direktsaat?

Empfehlung: eine Pflanze je Kübel mit 35–40 Litern, Bodenlöchern und guter Gemüseerde. Direktsaat draußen ist in Mitteleuropa wegen der kurzen warmen Saison nicht empfehlenswert. In langen frostfreien Sommern kann sie gelingen; Vorzucht bleibt leichter steuerbar. [2,3,6]

Gießen & PflegenNoire de Crimée · Solanum lycopersicum

Gleichmäßig gießen

Prüfe mit dem Finger auch unter der Erdoberfläche. Gieße auf die Erde, halte Blätter möglichst trocken und kontrolliere Kübel bei Hitze täglich. Trockenheit mit anschließendem Überschwemmen begünstigt Risse. Stehendes Wasser vermeiden. [3]

Düngen nach Bedarf

Berücksichtige Kompost im Beet und vorgedüngte Erde. Wenn erste Früchte wachsen, bei Bedarf Tomatendünger nach Packungsangabe geben. Nicht ständig vorsorglich nachdüngen: Viel Stickstoff fördert Blätter zulasten der Früchte. [3]

Ausgeizen verstehen

Für eine übersichtliche Kultur einen Haupttrieb behalten. Kleine Seitentriebe im Winkel zwischen Blattstiel und Hauptstängel regelmäßig ausbrechen. Blütentrauben wachsen nicht aus dieser Blattachsel und bleiben stehen. Gesunde Blätter schützen Früchte vor Sonnenbrand. [3]

Luft und Bestäubung

Tomatenblüten sind selbstfruchtbar. Draußen helfen Wind und Insekten, im Gewächshaus vorsichtiges Rütteln an blühenden Trieben. Regelmäßig lüften, bei starker Hitze schattieren. Dauerhaft nasse Blätter fördern Pilzkrankheiten. [3]

Ernten & GenießenNoire de Crimée · Solanum lycopersicum

Die Reife erkennen

Warte nicht auf einheitlich leuchtendes Rot. Die Früchte werden dunkelrot bis braunrot und können dunkelgrüne Schultern behalten. Prüfe auch die Unterseite: sortentypische Ausfärbung und leichtes Nachgeben bei sanftem Druck zeigen die Reife besser als dunkle Farbe allein. [1,7]

Behutsam ernten

Mit sauberer Schere oder vorsichtiger Drehung abnehmen, ohne zu quetschen. Ab der ersten reifen Frucht regelmäßig prüfen. Kleine Risse beachten, beschädigte Früchte rasch verwenden; faulige oder schimmelige Früchte entsorgen. [3,5]

In der Küche

Gewaschene reife Früchte für Brot, Salat oder Caprese in Scheiben schneiden. Olivenöl, Basilikum und wenig Salz passen gut; auch warme Soßen sind möglich. Harte grüne Stielansätze großzügig entfernen. Blätter und Stängel nicht essen. [8]

Lagern und nachreifen

Ganze reife Früchte luftig, schattig und ohne Druckstellen lagern, bald verbrauchen. Angeschnittene Tomaten abgedeckt kühlen. Vor Frost gesunde, ausgewachsene unreife Früchte zum Nachreifen hereinholen; sehr kleine unreife Früchte reifen nicht zuverlässig nach. [3,8,9]

Welcher Standort passt?

Fensterbank

Gut für die helle Vorzucht. Eine ausgewachsene Stabtomate braucht mehr Wurzelraum, Licht und Höhe als eine normale schmale Fensterbank bietet.

Balkon & Terrasse

Sonnig, warm und windgeschützt mit großem Kübel und fester Stütze. Gewicht des nassen Topfes und Tragfähigkeit beachten. Bei extremer Hitze Wurzeln und Früchte schützen.

Garten & Gewächshaus

Sonniges Beet mit luftigem Regendach oder gut gelüftetes Gewächshaus. Ein Dach ersetzt keine Luftzirkulation und garantiert keinen Schutz vor Braunfäule. Frost vermeiden. [3]

Wenn etwas nicht klappt

Nach zwei Wochen noch nichts gekeimt?

Erdtemperatur und Feuchte prüfen. Kühle Erde verzögert Keimung, nasse Erde kann Samen faulen lassen. Nicht durch immer mehr Wasser nachhelfen. Bei passenden Bedingungen noch etwas Geduld haben. [1–3]

Lange, dünne Sämlinge?

Meist fehlt Licht im Verhältnis zur Wärme. Heller stellen und nach der Keimung weniger warm halten; bei sehr früher Aussaat Pflanzenlicht erwägen. [3]

Dunkle Schultern, aber harte Früchte?

Dunkle Farbe allein bedeutet noch keine Reife. Auf die übrige Ausfärbung und leichtes Nachgeben warten. Harte grüne Stellen beim Zubereiten entfernen. [7,8]

Schwarzer Fleck unten oder geplatzte Früchte?

Ein eingesunkener Fleck gegenüber dem Stiel kann Blütenendfäule sein. Unregelmäßiges Gießen stört oft den Calciumtransport. Feuchte stabilisieren und nicht wahllos Kalk geben. Feuchtigkeitsschwankungen begünstigen auch Risse. [3]

Blüten fallen ab oder Blätter werden braun?

Hitze, Kälte und Wasserstress können den Fruchtansatz stören. Lüften und Feuchte prüfen. Braune Blattflecken haben mehrere Ursachen; bei rascher Ausbreitung vor Ort prüfen lassen. Keine besondere Krankheitsresistenz voraussetzen. [3]

Quellen & Einordnung

[1] Sortenprofil und Keimung; [2] Saatwerte; [3] allgemeine Kultur und Probleme; [4,5] Auslesen und Herkunft; [6] Kübel; [7] Reifezeichen; [8,9] Küche und Lagerung. Abstände, Abhärtdauer, Nachttemperatur und Direktsaatbewertung sind praktische Empfehlungen. Stand: 29.10.2026.